Die Beschäftigten in Deutschland haben durchschnittlich knapp 14 Jahre im Bildungssystem verbracht, d. h. in der Schule, in der Berufsausbildung oder im Studium. Rein rechnerisch bringt jedes Jahr fünf Prozent mehr Lohn. So hat ein Arbeitnehmer, der 16 Jahre in seine Bildung investiert hat, über das ganze Berufsleben hinweg im Durchschnitt ein um 25 Prozent höheres Einkommen zu erwarten als ein Beschäftigter, der das Bildungssystem nach elf Jahren verlassen hat. Frauen und Männer erzielen dabei in etwa die gleiche Bildungsrendite, während es in anderen Ländern häufig geschlechtsspezifische Unterschiede gibt. Zumeist profitieren Frauen stärker als Männer von mehr Bildung. Die Berechnungen des IAB beziehen sich auf das Einkommen während des gesamten Erwerbslebens. Sie berücksichtigen nicht nur die Brutto-Löhne, sondern auch das Steuer- und Abgabensystem, die durchschnittliche Erwerbsbeteiligung im Lebensverlauf unter Berücksichtigung von Arbeitslosigkeit und Familienpausen sowie staatliche Leistungen wie Arbeitslosenunterstützung und Elterngeld.